Visuelle Intelligenz auf der IAA

Clever kombiniert können Machine Vision, Robotik und intelligente Schweißprozessüberwachung dafür sorgen, dass 3D-gedruckte Metallbauteile von einem Roboter selbständig gefügt werden. Daran forscht hema electronic gemeinsam mit weiteren Partnern im Verbundprojekt StaVari.

Im laufenden Forschungsprojekt StaVari forschen neun Verbundpartner an einer durchgängigen Prozesskette für die additive Fertigung von komplexen Bauteilen aus einer innovativen Stahlgüte. Dabei übernimmt das intelligente Kamerasystem von hema electronic die Aufgabe der Führung und teilt der Robotersteuerung erforderliche Wegänderungen mit. Einmal angesetzt, kann das System so selbständig die Schweißaufgabe im 3D-Raum fertigstellen.

Ziel des Forschungsprojektes ist es, einen standardisierten Regelkreis für die selbststeuernde, robotergeführte Qualitätsüberwachung aufzubauen. Dazu wurde eine hochbeanspruchte, variantenintensive Fahrzeugstruktur als Demonstrator konzipiert. Im weiteren Projektverlauf wird dieser noch in einem Real Test überprüft. Die Projektteilnehmer erwarten davon den nächsten Technologieschritt hin zu autonomer Robotik für Fügeprozesse.

Die durchweg positive Resonanz der Besucher und die intensiven Gespräche während der Messe unterstreichen den Bedarf an automatisierten Lösungen und bestätigen den gewählten Ansatz des Projekts als erfolgsversprechend. StaVari eröffnet der Automotive-Branche durch die Kombination von 3D-Druck und KI-basierter Sensorik neue Perspektiven zur Verkürzung der Time-to-Market für Prototypen und Kleinserien für stahlbasierte Karosserien in kleineren und mittleren Stückzahlen. Beispiele hierfür sind PKWs mit alternativen Antrieben, Nutzfahrzeuge, Zweiräder, Baumaschinen oder Schienenfahrzeuge. 

Neben hema electronic arbeiten die Verbundpartner Ziehm Imaging, Salzgitter Mannesmann Forschung, Cloos, Concept Laser, Indutherm, IWT Bremen, Fraunhofer IAPT und SLK TU Chemnitz an diesem Forschungsprojekt unter der Federführung der EDAG Gruppe. Das Forschungsprojekt „StaVari“ wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen 02P15B050 gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

www.stavari.de

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